Morbide Puppenspiele

RAGDOLL

Autor: Daniel Cole

Sparte: Thriller

Verlag: Ullstein

Anzahl Seiten: 477

 

Die Geschichte beginnt spannend. Die Londoner Polizei findet eine RAGDOLL – eine Flickenpuppe, die aus sechs Leichen zusammengeflickt ist. Der Kopf der RAGDOLL scheint Naguib Khalid gehört zu haben – ein inhaftierter Serienmörder, den Wolf, Kriminalpolizist in London, zur Strecke gebracht hatte, aber wie durch ein Wunder freigesprochen wurde, bis er wieder mordete. Nun muss die Polizei herausfinden, wem die anderen Körperteile gehören. Kurz darauf bekommt Wolfs Ex-Frau, TV-Journalistin, eine Liste mit Namen und deren Todesdaten von dem Mörder, der auch die anderen sechs Menschen umgebracht hat. Auch Wolfs Name steht darauf. Die Polizei versucht die Menschen auf der Liste zu schützen, was ihnen nicht gelingt. Nun beginnt die Jagd nach dem Mörder, der der Polizei, wie es scheint, immer einen Schritt voraus ist und auch Interna der Polizei kennt. Kommt Wolf mit dem Leben davon?

Die Geschichte, die gleichzeitig der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe sein soll, ist interessant, und beginnt auch ganz gut. Leider verliert sie sich in der Mitte stark. Der Satzbau ist viel zu verschachtelt, um es flüssig lesen zu können. Bis zum Schluss bleibt die Spannung echt auf der

Strecke, erst bei den letzten hundert Seiten nimmt das Ganze noch mal Fahrt auf.

Gut, es ist ein Debüt-Roman, da sollte man auch mal ein Auge zudrücken. Die Geschichte klingt ja auch ganz gut, aber von der Idee her hätte man viel mehr draus machen können. Für ein Debüt nicht übel, aber für wahre Thriller-Fans eher eine Enttäuschung.

(Text by Melanie)


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