Intellektuelle Brückenbauer

PERSEFONE

Albumtitel: Aathma

Genre: Progressive Death Metal

Label: ViciSolum Productions

Anzahl Tracks: 13

Dauer: 63 Minuten

 

Kopflastiger Neo-Prog Death Metal liefern uns PERSEFONE aus Andorra ins heimische Wohnzimmer. Ihr bereits fünfter Output „Aathma“ lässt die grauen Zellen beim Hören ordentlich rattern. Während die Zahnrädchen im Oberstübchen noch zu verstehen versuchen, was genau in der über einstündigen Berg- und Talfahrt geschehen ist, lege ich den Dreher gleich nochmals nach. Unbedingt nötig, will man die Komplexität von „Aathma“ denn einigermaßen nachvollziehen.

PERSEFONE sind aber nicht nur Komplex – das kann jeder, der sein Instrument so wie diese sechs Jungs beherrscht. PERSEFONE können auch Songs schreiben, die in Fleisch und Blut übergehen.

Nebst ihrer Gnadenlosigkeit gegenüber dem musikalischen Intellekt, in der sich das Gehirn vermutlich bei vielen schon bei den ersten Noten aufgrund den Jazz-artigen Ausführungen freiwillig aufhängt, wissen die begnadeten Musiker Brücken zu bauen, die sie abseits der Aggressivität mit ruhigeren Tastenklängen und Klargesang in den Songs miteinander verbinden.

Für den Ottonormalverbraucher und den gelegentlichen Musik-Konsumenten ist „Aathma“ nichts. Das Album richtet sich an die extremere Garde im Schützengraben, an jene, die mit viel Geduld ausgerüstet sind und auf ihrem Speisezettel Gerichte wie Atheist stehen haben. Alle anderen sehen hier ziemlich sicher ganz schnell mal rot und ergeben sich lieber freiwillig ihrem Schicksal.

9/10 Punkte

(Text by Pink)

 


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