Musikalische Krankheitsbewältigung

PAIN OF SALVATION

Albumtitel: In The Passing Light Of Day

Genre: Progressive Metal

Label: Inside Out Music

Anzahl Tracks: 10

Dauer: 71 Minuten

 

Zehn Jahre hat es gedauert, bis man das nun fertige Werk von PAIN OF SALVATION in Händen halten darf. Dabei sah es zwischenzeitlich überhaupt nicht gut aus. Denn der Kopf der Band, Daniel Gilderlöw, rang 2014 aufgrund einer Infektionskrankheit mit dem Tod und lag fast das ganze Jahr über im Krankenhaus. Rückbesinnend verarbeitet er nun diese Erfahrung auf dem neuen Album „In The Passing Light Of Day“, das dementsprechend düster und melancholisch daherkommt, aber auch wieder zu alter Härte zurückfindet.

PAIN OF SALVATION sind in ihrer Bestehungszeit weder stagniert, noch haben sie sich bestimmten Regeln gebeugt und stechen deshalb noch immer als eine enorm einzigartige Band aus der Masse heraus. Die Thematik um die Endlichkeit des Lebens, die Daniel Gilderlöw aus einzig verbliebenes Gründungsmitglied mit seiner Band hier aufzeigt, geht nahe. Die Songs bilden sowohl lyrisch als auch musikalisch durch ihre Genialität aus vertrackter aber stets nachvollziehbarer Rhythmik, den einprägsamen Bridges und den intelligenten Wortspielereien eine Einheit. Teils ruhig, teilweise wutentbrannt, verzweifelt oder zahm, man merkt der Intensität der Stücke an, dass an „In The Passing Light Of Day“, ein lebendes Beispiel beteiligt war.

PAIN OF SALVATION haben somit ein langanhaltendes Album veröffentlicht, dass lebt und atmet. Ich wünsche Daniel Gilderlöw, dass er eine so schwere Zeit nicht noch einmal durchmachen muss, aber, dass seine Inspiration und sein kreatives Schaffen mit diesem Album eine neue Wiedergeburt erfahren hat.

8.5/10 Punkte

(Text by Pink)

 


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