Weniger ist mehr

STONE SOUR

Albumtitel: Hydrograd

Genre: Alternative Rock

Label: Roadrunner Records

Anzahl Tracks: 15

Dauer: 65 Minuten

 

Das lange Warten hat ein Ende. Nach vier langen Jahren ist es nun soweit und STONE SOUR sind mit ihrem neuen Longplayer „Hydrograd“ am Start. Wir kennen ja schon ein paar Songs, die uns die Marketingmaschinerie als Leckerbissen hingeworfen hat. Ich bin hin und her gerissen zwischen „Oh Yeah! That's It!“ und „Hm...hm...hm...“. Man muss die Scheibe mehrmals hören, um die Highlights herauszuhören. Der Einstieg mit „Ysif“ nach dem Intro, bei dem sich die Frage stellt, „Braucht man das wirklich?“ ist etwas düster und schwer verdaulich. Danach folgt die gute erste Hälfte, auf der sich auch die schon bekannten Tracks befinden. Groovende und geradlinige Gitarren und wie sollte es anders sein, radiotauglicher Gesang.

Technisch sind die Jungs natürlich versiert und wissen was sie können und drauf haben – und natürlich was sich verkauft. Allerdings muss Mainstream nicht schlecht bedeuten. „Knievel Has Landed“ schlägt genau in diese Kerbe mit Ohrwurmgarantie.

Der Titeltrack „Hydrograd“ kommt zwar etwas schräg daher, punktet aber trotzdem. „Song #3“, die erste Single, ist ein schöner Alternative-Rock-Song. Und bei „Fabuless“ zeigt uns Corey was er alles drauf hat. Von weich bis hart. Eingängiger Chorus und wütendes Gekreische! So lieben wir ihn!

Dann lässt das Ganze leider etwas nach. Auch die obligatorische Ballade „St. Marie“ kann es nicht rausreissen. Sie kann leider nicht mit Klassikern wie „Bother“ oder „Through Glas“ mithalten. Naja, der Rest haut es leider auch nicht mehr raus. Mit einer Spielzeit von über einer Stunde und fünfzehn Songs kommt der Gedanke auf, ob weniger nicht doch etwas mehr gewesen wäre. Die nicht so guten Songs würden den Rest nicht nach unten ziehen und das Gesamtfazit würde positiver ausfallen. Aber auf die Tour freu ich mich trotzdem.

7/10 Punkte

(Text by Melanie)

 


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