Hörgenuss Nonplusultra

ARGUS

Albumtitel: From Fields Of Fire

Genre: Heavy Metal/Doom

Label: Cruz Del Sur Music

Anzahl Tracks: 9

Dauer: 55 Minuten

 

Auf ihrem bereits dritten Album „From Fields Of Fire“ perfektionieren ARGUS ihren Stilspagat zwischen traditionellem Heavy- und Doom Metal mit gelegentlichen Abstechern ins Hard Rock-Gefilde abermals um ein höheres Level. Der neue Silberling besticht durch seine epische Tiefenpräsenz und haut mit musikalischen Leckereien um sich – es ist ein wahrer Genuss für die Ohren. Ich für meinen Teil wurde beim Hören etwas in der Zeit zurückgeworfen, als der verantwortliche Gitarrist dieser Scheibe, Victor Arduini, noch bei den relativ unbekannten Fates Warning agierte. Die Band setzte damals noch weniger in raffiniertes progressive-Songwriting, für das sie heute bekannt sind, sondern tendierte mehr in Richtung Iron Maiden-Fahrwasser. In der ersten Schaffensphase von Fates Warning entstanden dabei die beiden unsterblichen Klassiker „Night On Bröcken“ (1984) und „The Spectre Within“ (1985).

ARGUS versuchen aber nicht auf Biegen und Brechen ein neues „Bröcken/Spectre“-Album aus dem Boden zu stampfen, der Spirit dieser Zeit schwingt aber unverkennbar durch. Die Scheibe sollte es nicht allzu schwer haben, in der Metal-Gemeinde seine Anhängerschaft zu finden, die sich an den Standards des altgedienten Metal orientieren. Zu diesen Trademarks gesellen sich überdies Thin Lizzy als auch siebziger Art-Rock-Einflüsse mit einer gehörigen Breitseite an doomedesker Schaffenskraft. Unter diesen Gesichtspunkten gibt sich „From Fields Of Fire“ sehr eigenständig, ist aber unter dem Strich ganz klar unter „grandioses Heavy Metal-Album“ abzuheften.

9/10 Punkte

(Text by Pink)

 


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