Wüstentrip

KING ZOG

Albumtitel: King Zog

Genre: Doom/Sludge

Label: Eigenvertrieb

Anzahl Tracks: 10

Dauer: 52 Minuten

 

Ein Album, dass ich niemandem vorenthalten möchte, aber schon vor zwei Monaten auf der Bildfläche erschienen ist, ist KING ZOGs selbstbetiteltes Debütalbum. Die aus Down Under stammende Formation erzeugt auf ihrem Vorzeigewerk brütende Hitze und Fata Morgana-ähnliche Visionen. Der Hörer durchstreift unter der brütenden Sonne Mad Max-artige Dünenlandschaften, während er sich durstig nach Art der Musik durch die staubtrockene Gegend schleppt.

KING ZOG sind durchtrieben, verströmen eine punkige Fuck Off-Einstellung und mögen es schmutzig-sleazy. Doch KING ZOG sind mehr als nur ein weiteres Produkt auf der unübersichtlichen Halde der Retro-Konjunktur. Anders als bei vielen Genre-Kollegen will man das Terrain des Erstlingswerks wie bei einem guten Film immer und immer wieder aufs Neue betreten, der einem angenehmen, aber abenteuerlichen Trip gleichkommt.

Ihre leicht spacige Gussform, die sie unter die hypnotischen tonalen, bluesig-rockigen Wiederholungen mischen, geben der vermeintlichen Einfachheit der Songs den nötigen

Tiefenbalsam, die eine gute musikalische Erzählweise so lebendig wie dieser Erstgeborene des australischen Vierers macht.

8/10 Punkte

(Text by Pink)

 



Kommentar schreiben

Kommentare: 0