In Slow Motion durch den Winter

CRYPT OF SILENCE

Albumtitel: Awareness Ephemera

Genre: Doom/Death Metal

Label: Solitude Productions

Anzahl Tracks: 4

Dauer: 54 Minuten

 

Ich war noch nie in Russland. Aber wie man weiss, ist dort der Winter nochmals um einiges länger und härter, als hierzulande. Einen ungefähren Eindruck davon geben uns die russische Doom/Death Metal-Kapelle CRYPT OF SILENCE, die bereits mit dem Opener „Longest Winter“ ihres neusten Eisen ihr Geschütz in Rekord-Slow Motion-Zeit auffahren. „Longest Winter“ ist zwar nicht ihr bestes Stück auf dem Album – mir fehlt es hier eindeutig am Drive und an festen Anhaltspunkten, machen es mit dem zweiten Track „Insignificant Sense“ jedoch schon besser. Das Optimum des Albums erreichen sie damit aber noch nicht, auch wenn der Track viele Defizite des Openers ausbügelt. Auf „Life Passed By“ lassen sie dann nun doch endlich ihre ganz grossen Stärken aus dem Sack. Einprägsame Melodieführung und ergreifendes Setting im Zusammenspiel bei den Gitarren- und den Growl-Vocals im Refrain-artigen Ankerpunkt des Songs heben „Life Passed By“, zumindest in meinen Ohren, auf das Podest Nummer Eins von „Awareness Ephemera“, denn mit „Meridian“ beginnt diese Leistung wieder an, etwas zu bröckeln.

„Awareness Ephemera“ ist sicherlich kein schlechtes Album – für meinen Geschmack sind die schweren Riff-Brocken aber auf etwas wackligem Fundament erbaut. Somit werde ich das Werk  im Ordner unter dem Aktenzeichen „Solide“ abheften müssen.

7/10 Punkte

(Text by Pink)

 


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