Niveauvolle Restverwertung  

HOUR OF 13

Albumtitel: Salt The Dead – The Rare And Unreleased

Genre: Doom Rock/Metal

Label: Shadow Kingdom Records

Anzahl Tracks: 14

Dauer: 80 Minuten

 

Der Titel des Albums deutet bereits an, dass es bei HOUR OF 13 nichts Neues regnet, sondern eine Zusammenstellung von rarem und unveröffentlichtem Material auf die Lauscher gibt. Genauer gesagt, widmen sich die Amis im ersten Drittel den Rohversionen ihres Debüts, die den Fans der Band also bekannt sein werden, aber einfach etwas ungeschliffener anzuhören sind. Die Songs können sich auf produktionstechnischem Niveau aber durchaus hören lassen – hier werden also keine unterirdischen Proberaumaktivitäten hurtig verscherbelt, sondern durchaus gute Qualität geboten.

Interessant wird’s beim Anbruch des zweiten Drittels, indem Bandkopf Chad Davis das Zepter des Mikrofons übernimmt und den Songs einen komplett neuen Anstrich erhält, als den an Ozzy Osborne erinnernden Gesang von Phil Swanson. Der Vergleich der beiden Sänger ist immens. „Upon Black Wings We Die“ wurde dem verstorbenen Jason McCash (The Gates Of Slumber) gewidmet, der sich im April 2014 tragischerweise mit einer Überdosis Heroin aus dem Leben schoss (Siehe Video-Link: https://youtu.be/JTI7IwA8Bxo)

Das abschliessende Drittel fällt vom soundspezifischen Blickpunkt steil hinten ab. Am Gesang präsentiert sich dabei Ben Hogg, was das Album erst recht zu einem Must-Have für Fans der Band macht. Denn in dieser Kombination waren HOUR OF 13 meines Wissens noch nie zu hören.

Wie gerade angetönt, ist „Salt The Dead – The Rare And Unreleased“ nur etwas für die eingefleischteren Fans der Truppe und jene, die ein technisch ungetrübteres Bild erhaschen wollen. Alle anderen greifen besser auf die offiziellen Studioalben zurück.

7/10 Punkte

(Text by Pink)

 


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