Schuldiner's Reinkarnation

CIST

Albumtitel: The Frozen Casket (Extended Version)

Genre: Death Metal

Label: Redefining Darkness Records

Anzahl Tracks: 8

Dauer: 32 Minuten

 

Hört man sich CIST an, fühlt man sich gleich ins sonnige Tampa, Florida, Ende der Achtziger Jahre versetzt. Aber nicht etwa, weil das Werk sommerlich Gefühle vermittelt oder Neunziger-Synthi-Klänge verströmt, sondern weil sich die Band fast exakt so anhört, wie anno dazumal Death, die aus jenem Eckchen aus den Staaten kamen, wo sich noch andere vielversprechende Trüppchen wie Obituary oder Deicide zusammenfanden, um Extrem-Metal begeisterten technisch hochdosierten Death Metal vor den staunenden Latz zu knallen.

CIST stammen nicht aus den USA, sondern aus Russland. «The Frozen Casket» markiert nach einigen Demo-Veröffentlichungen ihre zweite EP, wobei man das mir vorliegende Werk mit den drei Bonustracks durchaus als vollumfängliches Album durchgehen lassen kann.

«The Frozen Casket» stolziert mit gut durchdachten, technisch in der oberen Liga angesiedelten Songs. Der Vierer schafft es, ein sehr ausgewogenes Stück Death Metal abzuliefern, ohne darauf mit ihrem Können zu protzten, obwohl dieses weit mehr als nur solide ausfällt. Die Jungs konzentrieren sich hier auf die wesentlichen Dinge und verpacken das Ganze in einer sauberen Produktion, wo jedes musikalische Detail herauszuhören ist. Ebenso lobenswert auf «The Frozen Casket» sind Vitaly Lushchenkov’s eindringliche Shouts, die sich ihren Weg durch die Gehörgänge bis ins Stammhirn bahnen und sich dort festkrallen. Chuck Schuldiner Himself erfährt vermutlich in Vitaly seine russische Reinkarnation erfährt.

8/10 Punkte

(Text by Pink) 

 


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