Doom-Bastard

DJINN AND MISKATONIC

Albumtitel: Even Gods Must Die

Genre: Doom Metal

Label: Transcending Obscurity

Anzahl Tracks: 6

Dauer: 62 Minuten

 

Das zweite Album der indischen Doom-Truppe DJINN AND MISKATONIC ist ein echter Bastard. Geradezu stoisch kann man eingangs zu «I, Zombie», bildlich sehen, wie die Untoten aus ihren Gräbern steigen und davon schlurfen, um ihre Zähne in warmes Menschenfleisch zu versenken. Fährt man zum Ende hin mit einer rockigen Kurzpassage kurzum den Song an die Wand, bremst der zweite Track «Bones Of My Brothers» das Tempo wieder gnadenlos aus. Auch hier wechseln sich tonnenschweres Riffing mit mitdempo ab. Zu «Doombringer» holen DJINN AND MISKATONIC die Orgel aus dem verstaubten Dachboden. Der Songtitel spricht dabei eigentlich für sich selbst. «Frost And Steel», die mit Abstand kürzeste Nummer, kommt schnell auf den Punkt und trägt den Hörer ohne grosse Umwege zur Zielmarkierung. Im Finale gibt’s mit «Harvest Of Kings» und «Hangman’s Hope» nochmals richtig in Überlänge auf die Doom-Mütze.

«Even Gods Must Die» prägt sich nachhaltig ins Gehirn ein, obwohl die Tracks nicht gerade bedienerfreundlich sind. Das enorm schlurfende Tempo, das das Album dominiert, richtet sich an die absoluten Die-Hard Doom-Fans, die ebenso mit einer etwas makabren, dunklen Umsetzung etwas anfangen können. Diese dürfen aber ohne Wenn und Aber Zulangen, denn «Even Gods Must Die» birgt für den puritanischen Doomisten viele Schätze, die entdeckt werden wollen.

7,5/10 Punkte

(Text by Pink) 

 


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