Jenseits des Lichts

ADVERSVM

Albumtitel: Aion Sitra Ahra

Genre: Funeral Doom

Label: Iron Bonehead

Anzahl Tracks: 6

Dauer: 48 Minuten

 

«Aion Sitra Ahra» ist ein richtig, richtig dunkler Bastard! Denn die Einmann-Institution ADVERSVM lässt auf ihrem Debütwerk kein Quäntchen Licht durchsickern. Was ADVERSVM da jenseits des Tageslichts zusammengewerkelt hat, ist eine Ausgeburt des Negativen, des Nihilismus sondergleichen. Hoffnungslos schleppen sich die tonnenschweren Klänge, bestrebt, doch noch einen Schimmer am Ende dieser vermaledeiten Dunkelheit zu entdecken, dem Ende entgegen. Doch die Gewissheit, dass da nicht ist, ausser Düsternis und Tod, obsiegt schliesslich doch. Jedes Fünkchen an Zuversicht, dass hier emporzüngelt, wird alsbald unter einer Flut an riesigen Riff-Brocken begraben.

Die Massivität von «Aion Sitra Ahra» klingt auch noch nach dem Hördurchgang eine geraume Zeitlang nach und liegt schwer auf dem Gemüt. Das Album fühlt sich richtiggehend erdrückend an, so, als wurde man lebendig begraben und versucht, sich Zentimeter um Zentimeter aus dem Grab zu befreien. Und gerade, als man meint, unter der kalten Erdschicht tröstend, warmes Sonnenlicht zu erspähen, wird eine neue, doppelte Ladung Schutt über dich ergossen.

ADVERSVM zeichnet mit ihrem Erstling schonungslose Düsternis auf, wie man es bildlicher nicht besser machen könnte. Wer also auf extremsten Funeral Doom abfährt, kommt an «Aion Sitra Ahra» nicht vorbei.

8/10 Punkte

(Text by Pink)

 


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