Archiv Musik Reviews


O-U

OPETH

Albumtitel: Sorceress

Genre: Progressive Metal

Label: Nuclear Blast Records

Anzahl Tracks: 11

Dauer: 56 Minuten

 

Wenn OPETH ein neues Album veröffentlichen, erwartet man automatisch ein Meisterwerk. Und wirklich, in meinen Ohren jedenfalls haben die Schweden um Mastermind Mikael Åkerfeldt sowie seinem getreusten Gefährten am Bass, Martin Mendez, in ihrer ganzen Karriere noch nie ein wirklich schlechtes Album abgeliefert. Wer was anderes behauptet ist entweder komplett taub, oder schon bereits tot. Diese These gilt auch ganz klar für ihr neustes Machwerk „Sorceress“.

Keine Frage, haben sich OPETH seit ihrer Gründung immer weiter von ihrem ursprünglichen Sound weg bewegt. Die Death Metal Schlagseite fehlt seit „Heritage“ (2011) komplett. Diese sucht man auch auf „Sorceress“ vergeblich. Doch ich glaube nicht, dass man ein perfektes OPETH-Album am Fehlen von ein paar Growls festmachen kann. Auch die doomigen Gefilde liessen sie auf ihrer sechsundzwanzigjährigen Reise hinter sich und mussten zugunsten immer ausgefalleneren Songstrukturen weichen.

„Sorceress“ geht den Weg von „Pale Communion“ (2014) weiter, ist aber als Ganzes weniger in sich geschlossen. Die Songs stehen mehr einzeln für sich.

Doch sei es der Hippie Flair mit psychedelischem Ansatz gespickte Titeltrack und dessen ruhigem Titelzwilling und Led Zeppelin-Vorboten zum instrumental-orientalischen „The Seventh Sojourn“, der etwas wirre „Strange Brew“, die Jethro Tull-Verneigung „Will O The Wisp“ oder die Pink Floyd-Synthi-Hommage „Chrysalis“. Zu entdecken gibt es hier eine ganze Menge, sowohl Bekanntes als auch erfrischend Neues.

Wenn man OPETH eines ganz sicher nicht vorwerfen kann, dann, dass sie sich von Album zu Album selbst kopieren. Gerade auf „Sorceress“ beweisen sie mehr Mut denn je. Zurück zu alt Bekanntem kann man schliesslich immer wieder. Dass OPETH aber die Ideen ausgehen, wage ich zu bezweifeln.

Somit reiht sich „Sorceress“ zumindest für mich beispielhaft in ihre grandiose Discographie ein.

9/10 Punkte

(Text by Pink)


PAIN

Albumtitel: Coming Home

Genre: Industrial Metal/Alternative Metal

Label: Nuclear Blast Records

Anzahl Tracks: 10

Dauer: 41 Minuten

 

Was Mastermind Peter Tägtgren vor zwanzig Jahren mit PAIN mehr als Nebenprojekt ins Leben gerufen hatte, ist mittlerweile fester Bestandteil in seiner Tätigkeit als Musiker und Produzent geworden. Statt mit durchkalkuliertem Death Metal, wie er sich mit seiner Combo Hypocrisy seit 1991 regelmässig zu Wort meldet, geniesst Tägtgren bei PAIN sichtlich den Freigang im alternativen Spektrum der musikalischen Kreativität.

Auch auf Album Numero Acht lebt er sich wieder frei aus und legt ein Album vor, das sich an Spannung nur so überbietet. Wie gewohnt, siedeln sich seine Nummern oft im tanzbaren Bereich des Dark Metal an, befördern aber auf den zweiten Blick verborgene Schmuckstücke zutage.

„Coming Home“ gibt sich stilfest, wie man es von PAIN-Kompositionen kennt. Die orchestralen Klänge nehmen inzwischen immer mehr Einzug, wirken aber niemals überladen, was nicht zuletzt Clemens „Ardek“ Wijers, Keyboarder der Symphonic Black Metal Band Carach Angren zu verdanken ist, der bei der Orchestrierung mit Rat und Tat zur Stelle stand.

Ebenfalls als produktive Fremdeinwirkung sei sein achtzehnjähriger Nachwuchs Sebastian Tägtgren, der sich hier für die kompletten Drums verantwortlich zeigt, wie auch Sabaton-Fronter Joakim Brodén, der Peter durch sein gesangliches Geschick auf „Call Me“ verstärkt, was bei der Ähnlichkeit der beiden Stimmen jedoch kaum ins Gewicht fällt.

Auf dem neuen Album, das sich thematisch persönlichen Erlebnissen, seelischen Tiefgängen und Science Fiction-Erzählungen widmet, kristallisieren sich die Höhepunkte der gesamten PAIN-Schaffensphase heraus, womit „Coming Home“ seit Dancing With The Dead (2005) das bisher stärkste Album in der Discographie einnimmt.

9/10 Punkte

(Text by Pink)


PELANDER

Albumtitel: Time

Genre: Rock/Songwriter/Folk

Label: Nuclear Blast Records

Anzahl Tracks: 6

Dauer: 36 Minuten

 

Hinter PELANDER steckt Magnus Pelander, seines Zeichens Sänger und Gitarrist der Doomkapelle Witchcraft. Mit „Time“ begibt er sich zum zweiten Mal auf den Solopfad. Bewaffnet mit Klampfe, einer Sängerin (Mariam The Believer), einem Flötisten- und Mundharmonikaspieler (Gustaf Hafvenstein) und einem Perkussionisten (Rage Widerberg) im Schlepptau macht er sich relativ spartanisch ausgestattet auf den Weg. Ein beschwerlicher- und schwermütiger Weg, auf dem Magnus sich nackt bis auf die Knochen seelisch entblösst. Die sehr persönlichen Texte trägt der Mastermind klagend, für den Hörer mit spürbar- nachvollziehendem Tiefenschmerz auf. Die elektrische nimmt er dabei nur gelegentlich für ein Solo raus. Ansonsten tritt er auf dem neuen Album minimalistisch vor den Spiegel.

Die Songs sind dabei mehr im Singer/Songwriter angesiedelt. Manchmal sickert etwas Jethro Tull-Feeling durch, aber auch nur dann, wenn die depressive Stimmung etwas verfliegt und aufheitert. Das kommt aber ganz selten vor.

Metallische Klänge gibt’s keine zu vermelden und Witchcraft-Fans könnten sich bei einer Blindanschaffung von „Time“ daher durchaus die Finger verbrennen. Vorsichtig sollten auch sensiblere Gemüter sein, die durch den Konsum von „Time“ in einen dunklen Abgrund gezogen und zum Schluss nur noch als elendiges Häufchen ausgespuckt werden könnten, denn die Scheibe geht wirklich nahe.

7/10 Punkte

(Text by Pink)


POLTERGEIST

Albumtitel: Back To Haunt

Genre: Trash Metal

Label: Pure Steel Records

Anzahl Tracks: 11

Dauer: 52 Minuten

 

Wir Schweizer haben die wohl beste Schokolade und die am präzisesten funktionierenden Uhren der Welt. Aber wir haben auch Celtic Frost, Coroner und nicht zu vergessen, POLTERGEIST. Nein, ich rede hier nicht vom gleichnamigen Film aus den Achtzigern, der vor einem Jahr als Remake in die Kinos kam. Die Rede ist von der Schweizer Thrash Metal-Institution, die sich vor zweiundzwanzig Jahren von der Bildfläche verabschiedet hat. Mit „Back To Haunt“ geht es nun zur Freude vieler Fans in die zweite Runde.

Mindestens einer der Bandgrüner, V.O. Pulver, sollte auch einigen jüngeren Anhängern der harten Gangart bekannt sein. Denn seit der Spuk 1994 sein vorläufiges Ende fand, machte er mit seiner Band Gurd einen Namen.

POLTERGEIST sind aber anders. Was Gurd mehr durch die groovige Schlagseite des Thrash auszeichnete, verfeinern POLTERGEIST ihren Stil mit technischer Versiertheit.

„Back To Haunt“ ist ein echter Rundumschlag. Als hätte die Geisterstunde erst gestern mit „Nothing Lasts Forever“ (1993) geendet, nehmen sie mit ihrer Rückkehr den Faden genau da wieder auf. Der neue Silberling ist proppenvoll mit 1A Thrash-Material, der auch den grösseren Namen in der Szene in Nichts nachsteht.

Hier sticht mir der unverkennbare hämische Gesang von André Grieder ins Ohr, den ich gleich von den ersten Zeilen an wieder erkenne. Ein schönes Wiedersehen nach all den Jahren. Auch die nach vorne gerichteten Riffs dreschen fachmännisch auf ihre Ziele ein, nur um im Schlagabtausch mit den grossartigen Gitarrensolis etwas in den Schatten zurückzutreten.

Man sieht, der letzte Exorzismus hat zwar den Spuk für zwei Jahrzehnte ruhen lassen, aber verlernt haben die Schweizer Spukprofis nichts, nein, die Auszeit hat sie zu neuen Taten angestachelt, die sie auf „Back To Haunt“ in aller frische sichtlich ausgeruht zum Besten geben.

Oft wird man von einem von Geistern geplagten Opfer das nicht zu hören bekommen. Aber ich hoffe, diese Geister werden noch sehr lange poltern.

8.5/10 Punkte

(Text by Pink)


PSYCHOPRISM

Albumtitel: Creation

Genre: Heavy Metal

Label: Pure Steel Records

Anzahl Tracks: 10

Dauer: 59 Minuten

 

Legt man das Debütalbum der Amis PSYCHOPRISM in den Player, wird man sogleich in die goldene Ära des Heavy Metal-Zenits bugsiert. Da, wo Queensryche mit „Rage For Order“ 1986 aufgehört haben, oder Crimson Glory mit „Transcendence“ (1988) ihren wohl grössten Erfolg veröffentlichten, nehmen PSYCHOPRISM drei Dekaden später den Faden wieder auf.

Die vier Members, anno dazumal vermutlich noch heranwachsende Teenager, holen sich die glorreiche Zeit gleich selbst ins einundzwanzigste Jahrhundert. Man merkt dem Vierer zu jeder Sekunde an, dass sie nicht bloss einen auf Achtziger Metal machen, sondern es ihnen sehr ernst an der Sache ist.

Der kristallene Sound, weder überproduziert, noch unten durch gesät, die glasklare Stimme in maximaler, aber stets gefälligen Höhenlage (Goeff Tate lässt grüssen), sowie die melodiereichen Gitarren, definieren die Maxime des Albums.

„Creation“ ist nichts für Haarspalterei und bietet vor allem Eines: Heavy Metal At Its Best.

8/10 Punkte

(Text by Pink)


REDEEM

Albumtitel: Awake

Genre: Rock

Label: Soulfood

Anzahl Tracks: 12

Dauer: 43 Minuten

 

Ganze fünf Jahre haben REDEEM auf sich und das neue Album warten lassen. Zwischenzeitlich sah es mal so aus, als ob sich die Band gar aufgelöst hätte. Doch nun haben sie wieder zusammen gefunden und ihr neues Werk „Awake“ auf den Markt geworfen. Das Schweizer Trio weiß wie man eingängige, radiotaugliche Songs schreibt. Der eine oder andere wird es sicher in die Playlisten der einschlägigen Stationen schaffen.

Zwölf Songs haben es auf die Scheibe geschafft. Ja, sie rocken, aber doch mit einer gehörigen Portion Pop dazu. Leider! Mit ihren Songs gehen sie auf Nummer sicher und machen keine großen Experimente. Dafür haben alle ein großes Hitpotential und einen hohen Mitsing-Faktor. Die Scheibe macht Spaß, wenn man auf Mainstream steht. Aber auf der Schiene waren REDEEM ja schon immer unterwegs, also darf das keine große Überraschung darstellen.

7.5/10 Punkte

(Text by Melanie)


RED SUN RISING

Albumtitel: Polyester Zeal

Genre: Alternative Rock/Grunge

Label: Razor & Tie

Anzahl Tracks: 11

Dauer: 43 Minuten

 

„Polyester Zeal“ von RED SUN RISING erschien bereits 2015 und wird nun als Neuauflage veröffentlicht. Warum? Keine Ahnung. Zumal sich auch keine entsprechenden Bonis auf der CD befinden macht der Release eigentlich wenig Sinn, da das Teil auch weder vergriffen noch schwer erhältlich ist.

Anyway. Für diejenigen die das Album jedenfalls noch nicht im Regal stehen und sich für ansprechenden alternativen Grunge Rock interessieren, sei „Polyester Zeal“ ans Herz gelegt. Das Album zündet vom ersten Augenblick und brennt auch noch lange in den Ohrmuscheln nach. RED SUN RISING schreiben einladende Songs die irgendwo zwischen Alice In Chains und Staind angesiedelt sind, aber auch eine klare Eigendynamik besitzen.

Die Jungs tanzen nicht lange um den heissen Brei rum, sondern machen gleich Nägel mit Köpfen. Groove mit tiefgehender Melodik und Gesangszeilen machen aus dem Album ein ernstzunehmendes Werk, das sich in jeder gut sortierten Rocksammlung zeigen lassen darf.

8/10 Punkte

(Text by Pink)


REV THEORY

Albumtitel: The Revelation

Label: Interscope Records

Genre: Rock

Anzahl der Tracks: 11

Dauer: 36 Minuten

 

Aus Revelation Theory wurde REV THEORY, aber das passierte schon vor Jahren. Bekannt wurden sie unter anderem durch ihren Song „Light It Up“, den World Wrestling Entertainment 2008 für das größte Wrestling Event nutzte. Ausserdem ist „Hell Yeah“, der Titelsong, der amerikanischen Fernsehserie „Blue Mountain State“. Unter anderem tourten sie mit namhaften Bands, wie Hinder, Papa Roach oder Evenesence. REV THEORY sind in den Staaten also keine Unbekannten.

Mit „The Revelation“ werfen sie ihren dritten Longplayer (als REV THEORY) auf den Markt. Kraftvoll und Energie geladen gehen sie dabei

zu Werke. Sie treten dabei in die Fußstapfen von Bands wie z. B. Saliva.

Zugeschnitten für das amerikanische Publikum und dort auch sicher im Radio oft zu hören, werden es die Jungs bei uns wohl nicht in die bekannten und großen Radiostationen schaffen.

Für Freunde des Rocks im US-Stil sind REV THEORY sicher zu empfehlen. Denn mit viel Wumms und Eingängigkeit spielen sie sich mit ihren elf Songs in unsere Gehörgänge.

8/10 Punkte

(Text by Melanie)


RIVERSIDE

Albumtitel: Eye Of The Soundscape

Genre: Progressive Rock

Label: InsideOut Music

Anzahl Tracks: 13

Dauer: 62 Minuten

 

Bevor RIVERSIDE eventuell wieder eine Trilogie ins Auge fassen wollen, war es, laut Bandkopf Mariusz Duda, nicht nur der Herzenswunsch des sehr überraschend verstorbenen Gitarristen Piotr Grudziński, der sie zu diesem sehr ungewöhnlichen RIVERSIDE-Album angespornt hat, sondern auch ein absichtlich geführter Schnitt. Wenn man so will hört sich dieser Teil der Diskographie nach einem Abschluss einer Band an, die es so, ohne Piotr Grudziński, wie in der Vergangenheit nie mehr geben wird.

Auf „Eye Of The Soundscape“ wird sich vieles sehr überraschend anhören. Das Album bewegt sich fernab des relativ sicheren Pfads, auf dem man den gewohnten Progressive Rock, wie man ihn von RIVERSIDE kennt, nicht, oder nur am Wegrand antreffen wird.

Für den Allessammler wird vieles auf der neuen Scheibe bekannt sein, da bis auf vier Tracks alles bereits auf Special Editionen erhältlich war. Der klassische Albumkäufer aber erlebt hier RIVERSIDE von einer ganz anderen Seite.

Die Polen widmen sich hier den ambienten, instrumentalen Klängen, die mit viel Synthesizers angereichert sind und Gitarren nur marginal verwendet werden. Verbal gibt es, bis auf einige wenige Wortsätze, meditative Gesänge, die an Pink Floyds erste Gehversuche wie „A Saucerful Of Secrets“ erinnern. Und auch das Schlagzeug minimiert sich, vor allem auf der zweiten Albumseite, nur noch auf percussive Beiträge, wobei der komplette Sound wie Luft in der Schwebe hängt.

Somit nimmt vieles die Form einer geisterhaften Reise an, einer besinnlichen und introvertierten, andächtigen Wallfahrt, wobei man vielleicht der eine oder andere Gedanke auch Piotr Grudziński widmen wird… Ruhe in Frieden, Piotr (2001 bis †2016).

Keine Wertung

(Text by Pink)


ROSSINGTON

Albumtitel: Take It On The Faith

Genre: Southern Rock

Label: Loud & Proud Records

Anzahl Tracks: 12

Dauer: 53 Minuten

 

Wenn wir ROSSINGTON hören kommt uns unweigerlich Lynyrd Skynyrd in den Sinn. Seit über fünfunddreißig Jahren arbeitet das Duo Gary und Dale Rossington zusammen, die meiste Zeit als Teil der Lynyrd Skynyrd-Familie. Aber immer mal wieder bringen sie als ROSSINGOTN eine Scheibe raus. So wie jetzt. Diesmal hört das Werk auf den Namen „Take It On The Faith“ und zählt zwölf Songs. Wie nicht anders zu erwarten bekommen wir Southern Rock vom Feinsten auf die Lauschlappen. Mal rockiger, mal einfühlsamer, aber immer exzellentes Handwerk mit herausragender Stimme von der First Lady Of Southern Rock. Man muss einfach mitgrooven, wenn man die Songs anhört.

Ein wahrer Ohrenschmaus für alle Fans dieser Musikrichtung!

10/10 Punkte

(Text by Melanie)


SACRED STEEL

Albumtitel: Heavy Metal Sacrifice

Genre: Heavy Metal/Power Metal

Label: Cruz Del Sur Music

Anzahl Tracks: 11

Dauer: 47 Minuten

 

SACRED STEEL stehen seit eh und je für puren Metal-Genuss. Und das seit zwanzig Jahren. Zu Ehren ihres Bandjubiläums liefern sie nicht etwa ein billiges Best Of-Album an den Kunden aus, sondern gossen gleich ein neues Machwerk im Stahlofen, das nun mit „Heavy Metal Sacrifice“ zeitgenau das Licht der Welt erblickt.

„Heavy Metal Sacrifice“ gibt dem geneigten Heavy Metal Fan genau den Stoff den er zum Leben braucht. Als Konsument spürt man regelrecht, wie die eigenen Körpersäfte sich zu Stahl verformen.

SACRED STELL haben einen Körper aus Edelstahl, Venen aus Kupfer, Zähne aus Granit und Klöten aus Metall. Der deutsche Fünfer weiss nach all den Jahren immer noch genau, wie man echte Metal-Songs schmiedet. „Heavy Metal Sacrifice“ ist ein Aufbaupräparat ohne jeglichen gesundheitlichen Nebenwirkungen.

Unverfälscht und klassisch, aber in modernem Glanz tragen SACRED STEEL selbstbewusster denn je ihre Songs unter das Volk, das den wahren Geist des Metals immer mehr und mehr aus kommerziellem Interesse auszuschlachten versucht. Doch fühlen, fühlen können den wahren Spirit nur diejenigen, in deren Brust ein ehrliches und aufrichtiges Herz pocht, dass sich der Musik zur Gänze hinzugeben in der Lage ist.

Auch nach zwei Jahrzehnten glitzert die unzerstörbare Rüstung des heiligen Stahls episch, würdevoll und stolz im Abendlicht der untergehenden Sonne. Auf weitere zwanzig Jahre, Jungs! Stay Metal! Stay Proud!

9/10 Punkte

(Text by Pink)


SAHG

Albumtitel: Memento Mori

Genre: Doom/Stoner/Heavy Metal

Label: Indie Recordings

Anzahl Tracks: 8

Dauer: 44 Minuten

 

Das Besetzungskarussell hat sich bei SAHG erneut gedreht. Nach dem Weggang von Bassist Tom Cato Visnes der 2012 durch Tony Vetaas ersetzt wurde spielte sich der Wechsel nun am Sechsseiter mit Gitarrist Thomas Tofthagen und am Schlagzeug bei Thomas Lønnheim ab, welche durch Ole Walaunet und Mads Lilletvedt ersetzt wurden.

Der futuristische Science-Fiction hallt aber immer noch nach, seit sich die Norweger mit ihrem letzten Werk „Delusions Of Grandeur“ (2013) auf in die Weiten des Weltraums machten, um die norwegische Flagge zu hissen.

So beginnt das Album mit „Black Unicorn“ mit spacigen Tönen, die entfernt an ein „Astronomie Domine“ von Pink Floyd erinnern.

Solcherlei psychedelische Spielereien servieren SAHG auf „Memento Mori“ häppchenweise subtil durchs Band. Der Doom/Heavy Metal der Sorte Black Sabbath neueren Ursprungs, wie man es von ihnen aus den Anfängen der Neunziger kennt, hat aber hier nach wie vor die Herrschaft über die Kompositionen.

Somit prägen düstere Hippie Atmosphäre mit okkultistisch behafteter Esoterik-Thematik und bekiffte Teilzustände das Gesamtbild der Platte.

9/10 Punkte

(Text by Pink)


SALEM’S POT

Albumtitel: Pronounce This!

Genre: Hard Rock/Psychedelic

Label: Riding Easy Records

Anzahl Tracks: 6

Dauer: 50 Minuten

Schwedens Alptraum SALEM’S POT suchen uns mit „Pronounce This!“ wieder heim. Die Band, die ihren Namen von Horrorgrossmeister Stephen King und dessen Buchklassiker „Salem’s Lot“ ableitet, erzeugt mit ihrem Sound eine Psychedelikatesse der Extraklasse. Bei ihrem eigentlich recht straighten und zielgerichtet gespieltem Hard Rock der Seventies sind es speziell die Keyboards, die den Songs die gewisse Note geben. So wie in einem dunklen Horrorstreifen wabern die kaum greifbaren Klänge als Nebeneffekt über den Hauptakteuren und verbreiten eine unheilbringende Grundstimmung.

Das mysteriöse Fünfergespann, deren Musik ebenso geheimnisvoll wie deren Identität ist, leistet mit „Pronounce This!“ eine artistische Glanzleistung in einer einfachen- wie auch genialen Ausführung.

8/10 Punkte

(Text by Pink)


SELF-HATRED

Albumtitel: Theia

Genre: Atmospheric Doom/Death Metal

Label: Solitude Productions

Anzahl Tracks: 7

Dauer: 40 Minuten

 

Von SELF HATRED aus der Tschechischen Republik dürften wohl die wenigsten schon etwas gehört haben. Doom Metal-Anhänger der ersten Stunde sollten aber ihre Lauscher aufsperren. Denn was der Fünfer mit ihrem Debüt „Theia“ vollführt, müsste die Gefolgschaft der Prä-Ära vollends begeistern.

SELF-HATRED orientieren sich folglich an den Errungenschaften der ersten Klassiker von Paradise Lost oder My Dying Bride. Hier wird im Schritttempo gelitten und jede Note bis zum Limit ausgelebt. Sonnenschein sucht man hier vergebens. Nur Dunkelheit und Verzweiflung wandeln mit auf dem Pfad dieses musikalischen Leidensweges. Einzig der geisterhafte Frauengesang verspricht Hoffnung auf etwas Erlösung. Doch ehe man sich versieht, versiegt auch dieser letzte Lichtblick, bevor ihn die monströsen Growls wieder vollends verschluckt.

Das komplette Album gibt’s legal auf der Facebook-Seite der Plattenfirma Solitude Productions zum Streamen. SELF-HATRED würden sich aber bestimmt freuen, wenn auch ein wenig Kleingeld in die Bandkasse fliessen würde, damit wir auch bald wieder in den Genuss eines weiteren Albums kommen dürfen.

7.5/8 Punkte

(Text by Pink)


SEVEN SISTERS

Albumtitel: Seven Sisters

Genre: Heavy Metal

Label: High Roller Records

Anzahl Tracks: 8

Dauer: 39 Minuten

 

Kaum Haare am Sack, machen die vier Jungspunde von SEVEN SISTERS einen auf Gross und zelebrieren den Achtziger Metal als hätten sie ihn gleich miterfunden. Aufgrund der Bandfotos schätze ich ihr Durchschnittsalter so auf Anfang Zwanzig. Oder hält sie der Heavy Metal einfach nur dermassen jung?

Zumindest schwer geprägt scheinen sie von der goldenen Metal-Ära zu sein. Der Zeitsprung dahin glückt ihnen auf ihrem Debütalbum jedenfalls par excellence. Wie um alles in der Welt bringt man heutzutage noch so eine Produktion her? Viele Zeitzeugen der Gegenwart würden sowas natürlich als unterirdisch schlecht oder bestenfalls als gute Demoaufnahme quittieren. Nun, sie wissen es eben nicht besser.

Als hätten sie von Paps eine geheimnisvolle, luftdicht verschlossene Flasche geöffnet, schwebt der über drei Jahrzehnte gefangene Spiritus wie der Geist der vergangenen Weihnachten nun über ihnen und animiert sie zu solchen musikalischen Taten.

Klar ist das nichts Neues, was man von den Sieben Schwestern zu hören bekommt, wer diese geheimnisvollen Schwestern auch immer sein mögen. Spielfreude und ein Händchen fürs Song schreiben hat der britische Vierer zweifelsohne. Und das zählt schliesslich im Endeffekt.

Wer auf schnörkellosen Heavy Metal steht, in den glorreichen Achtzigern aufgewachsen ist und überhaupt auf geile Heavy-Mucke steht, hier gibt’s die Lösung.

7.5/10 Punkte

(Text by Pink)


SKYLINE

Albumtitel: Nowhere Here

Genre: New Heavy Rock

Anzahl Tracks: 8

Label: Rockshots Records

Dauer: 32 Minuten

 

SKYLINE, die sich 2004 in Italien gegründet haben, hauen leider nur acht Songs auf ihrem zweiten Album „Nowhere Here“ raus. Ihre Musik soll etwas an 3 Doors Down oder auch 30 Seconds To Mars angelehnt sein. Ich höre die beiden Bands nicht so raus. Aber es ist ja auch besser, kein billiger Abklatsch einer anderen Band zu sein.

SKYLINEs Musik ist voller Power und schöner Melodien. Kraftvoll und dynamisch kommen sie um die Ecke, dabei klingen sie immer etwas melancholisch. Für Freunde, die es gerne hart und rockig und zugleich melodiös und melancholisch wollen, denen sei SKYLINES „Nowhere Here“ wärmstens empfohlen.

8/10 Punkte

(Text by Melanie)


SLOW SEASON

Albumtitel: Westing

Genre: Hard Rock/Psychedelic

Label: Riding Easy Records

Anzahl Tracks: 8

Dauer: 37 Minuten

 

SLOW SEASON, eine noch unbekannte Band aus dem sonnigen Kalifornien, verströmen mit ihrem neusten Album „Westing“ echtes easy Feeling. Doch nur als blosses Kifferbeiwerk sollte die Scheibe nicht verstanden oder gar missbraucht werden, auch wenn die imaginären Dope-Rauchschwaden vor dem geistigen Auge während dem Hören nicht geleugnet werden können.

 „Westing“ orientiert sich an erdigem Hard Rock mit scharfem Blues-Einschlag, wobei die Led Zeppelin-Verweise nicht zu verleugnen sind. SLOW SEASON gehen aber mehr sleazy zu Werke, als das es bei ihren väterlichen Vorbildern der Fall war. Viel mehr gibt’s zu dieser Platte eigentlich nicht zusagen. Zugreifen, reinpfeiffen und abheben.

8.5/10 Punkte

(Text by Pink)


SOILWORK

Albumtitel: Death Resonance

Genre: Metalcore

Label: Nuclear Blast Records

Anzahl Tracks: 15

Dauer: 60 Minuten

 

Bei „Death Resonance“ handelt es sich nicht um einen regulären neuen Output der schwedischen Metalcore Vorreiter SOILWORK. Aber eine laue Best Of-Platte wollten die Jungs den Fans auch nicht antun. Vielmehr reihen sich hier echte Raritäten sowie B-Seiten Tracks aneinander. Einzig der Opener „Helsinki“ und der titelgebende „Death Resonance“ sind hier brandaktuell.

Das Album hört sich aber trotzdem wie aus einem Guss an. Die Songs, die sich nicht auf ein offizielles Album oder die A-Seite geschafft haben müssen sich hier aber keinesfalls verstecken. Ich finde sogar, dass diese Kompositionen zwar weniger Hit-Potenzial aufweisen, aber mir gerade deswegen, weil, weniger voraussehbar sowie härter und dreckiger in der Präsentation, zum Teil mehr zusagen.

„Death Resonance“ ist sicher mehr eine Anschaffung für die Die-Hard Fans der Combo als für die Gelegenheits-Soilkworker. Als krude Sammelkollektion würde ich diese Compilation aber nicht denunzieren.

Keine Wertung

(Text by Pink)


STIFFY JONES

Albumtitel: Narrow Road Of Memories

Genre: Punk Rock

Label: Sound Pollution

Anzahl der Tracks:12

Dauer: 41 Minuten

 

STIFFY JONES aus Schweden werfen ihr neuestes Werk „Narrow Road Of Memories“ auf den Markt. Seit 2009 sind die Jungs live unterwegs, 2012 kam das Debüt und 2015 gab s schon ne EP. Jetzt darf sich der geneigte Hörer auf zwölf neue Songs freuen. Zu ihren Einflüssen zählen sie unter anderem The Clash, Gaslight Anthem, Against Me… Und das hört man schon ein bisschen raus.

STIFFY JONES mischen den guten alten Rock mit frischen Punk-Elementen, dazu hauen sie noch echt intelligente Texte über das Leben und die Liebe raus.

Es macht einfach Spaß den Jungs zu zuhören. Sie wirken so frisch und unverbraucht, locker aus der Hüfte geschossen und doch mit Sinn und Verstand. Die Schweden zeigen mal wieder, dass sie einfach ein Land sind, aus dem nur gute Musik kommt.

8/10 Punkte

(Text by Melanie)


STUCK MOJO

Albumtitel: Here Come The Infidels

Genre: Crossover

Label: Stuck Mojo Music

Anzahl Tracks: 11

Dauer: 41 Minuten

 

1989 gegründet, gehören STUCK MOJO zu den Vorreitern des Crossover. Zusammen mit den Suicidal Tendencies, die mit „World Gone Mad“ nächstens wieder in den Startlöchern stehen, und den allseits bekannten Rage Against The Machine haben die Jungs mitgeholfen, diesen Stil zu etablieren.

„Here Come The Infidels“ ist ganz klar eine typische Stilverschmelzung aus Rap, Metal, Hardcore und Punk, wie man es von den Jungs seit jeher kennt.

Der Einstieg mit dem Titelgebenden Opener zieht auch gleich alle Register, was man in den nächsten vierzig Minuten zu erwarten hat. Ein Song der gleich mitten auf die Fresse haut und die Lauscher so richtig warm laufen lässt. „Rape Whistle“ legt dann auch mehr Zündstoff nach, woraufhin man mit dem dritten Track „Charles Bronson“ etwas relaxter zur Sache geht und mit Sprechgesang erstmals auftrumpft. „The Business Of Hate“ und „Verbal Combat“ dann wieder voll auf die Zwölf. Zwei ganz geile Nummern. „Destroyer“ markiert für mich dann den eigentlichen Tiefpunkt der Scheibe. Taugt vielleicht für eine gute Radionummer. Mehr aber auch nicht. Der Rest der Platte gestaltet sich danach wieder einiges interessanter, womit man mit dem abschliessenden „Blasphemy“ auch nochmal stimmlich zeigt, was man drauf hat.

„Here Come The Infidels“ macht, bis auf eine Ausnahme und einige wenige gewöhnungsbedürftige Sequenzen nichts verkehrt. Eine runde Sache also und für Fans des Genres sicher eine Anschaffung wert.

7.5/10 Punkte

(Text by Pink)


SVVAMP

Albumtitel: Svvamp

Label: Riding Easy Records

Genre: Vintage Rock

Tracks: 11

Dauer: 36 Minuten

 

Schweden hat es einfach drauf. Während sich viele neuzeitliche Bands mit Major Deals heute abmühen, möglichst real und retro zu klingen, um doch noch auf den letzten Zug der Retrowelle aufzuspringen, schnappt sich das skandinavische Trio SVVAMP einfach Klampfe, Bass und Schlagzeug und nimmt ohne grosses Klimbim das auf, was tief in ihnen ist. Auf ihrem selbstbetitelten Debüt gebären sie so mühelos und unverkrampft ein Rockalbum mit einem kräftigen vintage-Pulsschlag, das doch nahe am aktuellen Geschehen teilnimmt und nicht als ausgestossenes Waisenkind ein einsames Dasein fristen muss.

Bei solch wichtigen Dingen wie echtem Rock merkt man eben schnell, wer das Herz am richtigen Fleck hat. Gut, stellen sich Bands wie SVVAMP zur Verfügung um etwas, dass sogar einigen Vertretern und Zeitzeugen der Geburtsstunde des sechziger bis siebziger Rock mittlerweile komplett abhandengekommen ist, nämlich Ehrlichkeit und Herzblut, um den bröckelnden Rockdinosauriern das vorzuführen,

zu was sie längst nicht mehr in der Lage sind.

SVVAMP’s Sound gehört nicht in die Schublade mit der Aufschrift: „aus alt mach neu“, sondern mehr in diejenige mit dem Etikett: „Gesunder Rock-Patriotismus“. Dass es sich hierbei aber um keinen Etikettenschwindel handelt, kann ich versichern. Jeder der was auf unverblümten und erdigen Vintage-Rock wie The Grateful Dead, Lynyrd Skynyrd oder den guten alten „Zepps“ hält, darf hier bedenkenlos zugreifen.

8.5/10 Punkte

(Text by Pink)


TED POLEY

Albumtitel: Beyond The Fade

Genre: Rock

Label: Frontiers Music SRL

Anzahl Tracks: 11

Dauer: 46 Minuten

 

TED POLEY kennt man in erster Linie als Sänger von Danger Danger, auch wenn er bereits zwei Solo-Scheiben rausgebracht hat (dies hier ist nun die Dritte) und diversen Projekten seine Stimme geliehen hat. Das neue Solo-Album stammt erneut aus der italienischen Schmiede von Frontiers Records und im Falle von „Beyond The Fade“ bedeutet dies, das hier externe Songwriter am Werk waren und das Ganze vom hauseigenen Frontiers-Produzenten auf Band gebracht wurde. Wo ich bei jedem anderen Künstler aufgrund dieser Tatsache die Nase rümpfen würde, stört mich dies im Falle von TED POLEY kein bisschen. Wieso? Weil Poley zu den wenigen Sängern gehört, die es schaffen, jedem Song einen eigenen Stempel aufzudrücken.

Der Typ ist im realen Leben ein Sonnenschein ohnegleichen und das vermittelt auch sein Gesang. Egal ob straighte Rock-Songs wie „Stars“, „Higher“ oder das extrem ohrwurmlastige „Hands Of Love“- hier ist gute Laune angesagt und der 80ies Hair-Rock feiert ein Comeback! Natürlich gibt’s auch ruhige Klänge, wie zum Beispiel das schöne „Beneath The Stars“, doch mein heimlicher Favorit ist „Perfect Love“, ein wunderbares Duett, gesungen von Ted und der Norwegerin ISSA, die den guten Ted mit ihrer warmen, wunderschönen Stimme locker an die Wand singt!

„Beyond The Fade“ kommt zwar nicht ganz an den letzten Danger Danger-Output „Revolve“ ran, übertrumpft aber die ersten beiden Solo-Scheiben von Ted. „Beyond The Fade“ versprüht in erster Linie gute Laune- und manchmal ist dies doch genau das, was uns am meisten fehlt.

9/10 Punkte

(Text by Ralph)


TESLA

Albumtitel: Mechanical Resonance- Live

Label: Frontiers Music s.r.l.

Genre: Hard Rock

Anzahl Tracks: 13

Dauer: 62 Minuten

 

Wow, hat “Mechanical Resonance”, das Debut von TESLA, bereits 30 Jahre auf dem Buckel? Wie doch die Zeit vergeht! Es mag nicht das erfolgreichste Album sein, jedoch sicher das „kultigste“. Zudem schafften es Sänger Jeff Keith & Co. damals noch, Alben ohne Füller an den Start zu bringen.

Um den Geburtstag des Debuts gebührend zu feiern, gibt es nun „Mechanical Resonance- LIVE“. Wie der Name schon unmissverständlich klar macht, kriegen wir hier das tolle Erstlingswerk in einer Live-Version um die Ohren gehauen. Dass hier die Reihenfolge der Songs leicht geändert wurde- geschenkt!

Die Band zeigt sich in Spiellaune und die Publikumsreaktionen versprühen schönes Live-Feeling. Jeff Keith ist immer noch gut bei Stimme und seine Mitstreiter top eingespielt.

Für Fans ist dieser Rundling sicher ein Muss, denn man kriegt hier ein paar Songs zu hören, die sich sonst eher kaum in die Setlist der Hardrocker einschleichen. Alle anderen sind mit der Compilation „Gold“ aus dem Jahre 2008 sicherlich besser bedient.

Am Schluss des Albums gibt’s übrigens noch einen neuen Song, den ich nicht unkommentiert lassen möchte: „Save That Godness“- geschrieben von Def Leppard-Gitarrist Phil Collen. Es handelt sich hierbei und einen eingängigen gute Laune-Rocker, der toll zu TESLA passt und für mich einen Platz auf einem regulären Studio-Album verdient hätte. Vor 30 Jahren wäre dieser Song definitiv ein kleiner Hit gewesen. Schaut mal auf YouTube, dort gibt’s bereits ein schön produziertes Video des Songs, inkl. Gast-Auftritt von Phil Collen.

Da es sich um eine Live-Scheibe handelt, verzichte ich hier auf eine Benotung.

(Text by Ralph)


TYKETTO

Albumtitel: Reach

Genre: Hard Rock

Label: Frontiers Music s.r.l.

Anzahl Tracks: 12

Dauer: 42 Minuten

 

In den letzten Jahren ist es ruhig um die Formation TYKETTO geworden. Lange wusste man nicht, ob die Band überhaupt weiter besteht, hat sie sich doch zwischenzeitlich mal aufgelöst. Doch in den letzten fünf Jahren waren sie eigentlich ständig On The Road, was wohl dazu geführt hat, dass man auch neues Material fabrizierte. Anscheinend hat ihnen alles so gut gefallen, dass sie gleich ein ganzes Album daraus machen konnten. Und um diese zwölf Songs geht es jetzt hier.

Gefühlvolle Gitarrensoli, powervolle Drums und nicht zuletzt die prägnante Stimme von Danny Vaughn machen TYKETTO zu dem, was sie sind. Eine echte Rockband im Stile der guten alten Achtziger. Neben den rockigen Songs finden wir natürlich auch die obligatorischen, bombastisch- emotionalen Balladen. Alle Songs besitzen eine große Portion Eingängigkeit und packende Texte. Die werden live sicher gut ankommen.

Alles in allem ein rundes Stück Musik, auf dem sich TYKETTO treu bleiben und keine großen Experimente machen.

8/10 Punkte

(Text by Melanie)